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Freibad

Sie zählt zu den markantesten Baudenkmalen der Kreisstadt - die Freibadeanstalt an der Fissauer Bucht des Großen Eutiner Sees. Im ganzen Bundesgebiet gibt es nur noch sehr wenige vergleichbare Anlagen; entsprechend groß sind die Anstrengungen der Stadtwerke Eutin GmbH, dieses seit Mitte der neunziger Jahre in ihrer Obhut stehende Schmuckstück für kommende Generationen zu erhalten. Zumal es sich bei der überwiegend aus Holz bestehenden Konstruktion um eine nach wie vor sehr intensiv genutzte Einrichtung handelt: In den Sommermonaten zählt die Badeanstalt - gutes Wetter vorausgesetzt - zu den beliebtesten Eutiner Zielen für alle Altersgruppen. Dabei sah es zu Beginn des neuen Jahrtausends fast so aus, als seien die Tage des Freibades gezählt. Abblätternde Farbe und marode Holzteile sorgten für Schlagzeilen in der lokalen Presse. Doch die Sorgen waren unbegründet: Die Stadtwerke als neue Hausherren nahmen sich ihres seit 1985 unter Denkmalschutz stehenden Schmuckstücks an und sorgten für eine sukzessive Renovierung. Seitdem hört die Arbeit eigentlich nie auf - wie es bei betagten Holzgebäuden so ist, zumal dann, wenn diese auch noch mitten ins Wasser hinein gebaut worden sind. Mehrere hundert Badegäste schwimmen und toben an heißen Tagen an den U-förmigen Stegen, gut bewacht und gesichert durch das Fachpersonal, das sonst in der Eutiner Schwimmhalle seinen Dienst versieht. Und für das so gern zitierte "leibliche Wohl" kann die Kioskbesatzung sorgen, die am Eingang auf Kundschaft wartet. Mit dazu gehört auch eine großzügige Liegewiese, so dass die Eutiner Einwohner praktisch ihren ganz eigenen Strand fast vor der Haustür haben. Als die Badeanstalt 1913 gebaut wurde, war sie auf dem neuesten Stand der damaligen Technik. Davon zeugt ein Blick in die alten Konstruktionsunterlagen. So gab es im Eingangsbereich eigene Unterstellmöglichkeiten für das seinerzeit gebräuchlichste Verkehrsmittel - das Fahrrad nämlich. Kokosläufer sorgten im Nassbereich der Umkleidekabinen dafür, dass niemand ausrutschte. Als besondere Attraktion galten zwei jeweils vier Meter hohe hölzerne Sprungtürme. Diese wurden allerdings später wegen Baufälligkeit wieder demontiert.

Das Schönste aber ist, dass für das Baden im Eutiner See keine Eintrittsgebühr erhoben wird: Jedermann ist willkommen - auch wenn er kein Geld mitbringt. Die Freibadeanstalt ist während der Sommermonate stets montags bis freitags von 10 bis 20 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet.


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