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Energieeffizienz

Smart Meter

Deutschlands Stromverbrauchern steht eine technische Revolution ins Haus - auch wenn die Realisierung noch einige Zeit auf sich warten lässt. Smart Meter heißt das Zauberwort, das sowohl den Kunden, als auch den Energielieferanten eine Fülle von Vorteilen bieten soll. Natürlich bereiten sich auch die Stadtwerke Eutin auf moderne Zeiten vor - auch wir verfolgen sehr genau, wohin die energiepolitische Reise gehen wird.

Worum geht es? Der Verbrauch von Energiearten wie Strom, Gas, Wasser oder Fernwärme wird in der Bundesrepublik Deutschland in der Regel über Zähler ermittelt, die mit einem mechanischen Rollenlaufwerk ausgestattet sind. Sie werden in regelmäßigen Abständen abgelesen und die gesammelten Daten an den jeweiligen Versorger weitergeleitet. Die Technik einer durchgängigen Automatisierung, wie sie zum Beispiel bereits in Schweden eingesetzt wird, steht erst am Anfang: Intelligente Zähler, so genannte "Smart Meter", laufen in Deutschland in mehreren Projekten, um Erfahrungen damit zu sammeln und sie in den nächsten Jahren flächendeckend einzuführen.

Privathaushalte und Unternehmen mit einem jährlichen Verbrauch von weniger als 100 000 Kilowattstunden werden über so genannte "Standardlastprofile" mit Energie versorgt, die unabhängig sind vom tatsächlichen Verbrauchsverhalten. Die von der Politik geforderte Energieeinsparung oder die Optimierung des Energieverbrauchs durch maßgeschneiderte Tarife lässt sich mit dem bisherigen Rollenzähler nicht verwirklichen. Erst die umfassende Ausstattung mit Smart Metern macht es möglich, beispielsweise den Strom ganz individuell in Abhängigkeit von der Netzauslastung und der realen Nachfrage zu liefern und abzurechnen. Per Smart Meter können die Verbraucher erstmals ihren ganz eigenen Energieverbrauch erfassen und zeitnah kontrollieren: Stromschlucker werden identifiziert, das Verbrauchsverhalten geändert und auf diese Weise sehr viel Energie und damit Geld gespart: Höhere Transparenz und Selbstkontrolle führen die Befürworter der modernen Technik als Argumente ins Feld, und auch die Energieversorger dürfen sich über Vorteile freuen: Sie lasten ihre Netze und Kraftwerke besser aus und senken die Investitionskosten für den Spitzenlastausbau - weil sie eben sehr viel besser wissen, welchen Bedarf ihre Kundschaft zu welchen Tageszeiten hat.

Der Markt für Smart Meter ist im Aufbau. Spätestens dann, wenn die noch fehlende Standardisierung geklärt ist und Versorger ebenso wie Verbraucher wissen, was die schöne neue Technik denn letztlich kosten wird, werden die elektronischen Zähler ihren Siegeszug antreten - höchstwahrscheinlich forciert durch die Forderungen der Politiker nach Einsparpotenzialen.

Sie als unsere Kunden dürfen sicher sein, dass wir als Stadtwerke Eutin die weitere Entwicklung dieser vielversprechenden Technologie sehr aufmerksam verfolgen.


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