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Energieeffizienz

Energetische Quartiersentwicklung Wohnquartier Hochkamp

Alle reden vom Klimaschutz und den Problemen des demografischen Wandels - die Stadtwerke Eutin GmbH (SWE) und die Stadt Eutin handeln. Unter dem Fachbegriff "Integriertes Konzept zur energetischen Sanierung des Wohnquartiers Hochkamp" geht es schlichtweg darum, die Attraktivität dieses vor vielen Jahrzehnten gewachsenen Eutiner Wohngebiets deutlich zu steigern. Und das alles unter enger Beteiligung von Anwohnern, Unternehmen und weiteren relevanten Akteuren.

Was heißt dies konkret? Die Initiatoren wollen Maßnahmen und Umbauvorhaben entwickeln, die dazu geeignet sind, den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken oder deren Energieeffienz zu steigern. Hierzu zählen nicht nur Maßnahmen, die direkt an den Gebäuden möglich sind. Geprüft werden sollen auch Möglichkeiten zum Aufbau eines Netzes für die Wärmenahversorgung. Ziel des Ganzen ist es, die Attraktivität des gesamten Wohnquartiers Hochkamp zu steigern - und zwar durch die Erhöhung und nachhaltige Sicherung von Immobilienwerten. Besonders wichtig: Nichts wird gegen den Willen der Anwohner geschehen. Eine Verpflichtung zur Modernisierung oder Sanierung von privaten Immobilien besteht nicht. Dies würde nach Einschätzung der Initiatoren auch nicht zum Ziel führen, weil der Sanierungsstand der Gebäude ebenso wie die technischen und finanziellen Möglichkeiten individuell sehr unterschiedlich sind.

Die energetische Sanierung von privaten Häusern ist allerdings äußerst sinnvoll, weil auf diese Weise Energiekosten gesenkt, der Immobilienwert gesteigert sowie Klima und Umwelt geschützt werden können. Darüber hinaus wird das Wohngebiet Hochkamp als Ganzes aufgewertet, wodurch die Chancen für Stadt- und Einwohnerentwicklung steigen - in Zeiten des aktuellen demografischen Wandels ein sehr wichtiger Aspekt. Die vorbereitenden Arbeiten für das Quartierskonzept sind auf ein knappes Jahr angelegt. Ein entsprechendes Abschlussdokument soll nach den bisherigen Planungen voraussichtlich im Februar 2016 vorliegen.

Das Projektgebiet erstreckt sich entlang des "Deefstiegs", östlich entlang der Bahnschienen. Nördlich ist die Bebauung beidseitig des "Deefstiegs" bis zur „Riemannstraße" eingebunden. Entlang der „Riemannstraße" sind die Wohnbebauungen beidseitig bis zur Einmündung der nördlichen "Jahnhöhe" integriert. An der "Jahnhöhe" sind die Gebäude nördlich der Straße eingebunden. In Richtung Süden grenzt sich das Projektgebiet entlang der "Bismarkstraße" über die "Plumpstraße" bis zur Bahnlinie ab.

Einbindung von Hausbesitzern und weiteren Akteuren
Die Ergebnisse des Konzepts sind unter anderem als Hilfestellung für die Gebäudeeigentümer zu verstehen. Sie zeigen beispielsweise auf, welche Potenziale für bestimmte energetische Sanierungsmaßnahmen bestehen und daher sinnvoll an den einzelnen Gebäuden umgesetzt werden können.

Finanzierung und Durchführung
Die Erstellung des integrierten Konzepts zur energetischen Stadt- und Quartierssanierung Hochkamp wird durch die KfW sowie die IB.SH bzw. das Innenministerium Schleswig-Holstein gefördert. Darüber hinaus trägt die SWE einen vorgeschriebenen Eigenanteil.

Mit der Durchführung wurde das Unternehmen PricewaterhouseCoopers AG WPG (PwC, Frankfurt) beauftragt. Des Weiteren werden die Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft (Essen) und die Innovation City Management GmbH (Bottrop) als Unterauftragnehmer an der Konzeptentwicklung mitwirken.

Einbettung in bestehende Stadtentwicklungspläne
Mit der Erarbeitung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) wurden bereits 2012 verschiedene Ziele für die Zukunft der Stadt Eutin definiert. Dazu zählen die Verringerung von CO2-Emissionen, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Steigerung der Energieeffizienz. Darüber hinaus beinhaltet das ISEK das ebenfalls 2012 erarbeitete Wohnungsmarktkonzept, mit dem eine Wertstabilisierung des Immobilienmarkts erreicht werden soll. Darin wird deutlich, dass zum einen der demografische Wandel, zum anderen aber auch Wertverluste bei unsanierten Altbauten die Stadt Eutin vor neue Herausforderungen stellen werden. Diesen Zielen und Herausforderungen soll mit dem integrierten Konzept für das Wohnquartier Hochkamp Rechnung getragen werden. Zudem sollen die positiven Effekte der kommenden Landesgartenschau als Motor für eine erfolgreiche und nachhaltige Stadtentwicklung dienen.

Einen Fragen-Antworten-Katalog zur Quartierssanierung des Wohngebiets Hochkamp finden Sie hier

Bild

 

 

Das erstellte Quartierskonzept Hochkamp vom Mai 2016 finden Sie hier:

Am 31.01.2017 startet mit der Auftaktveranstaltung „Zukunftsquartier Hochkamp“ Phase 2 des Projekts: Die Umsetzung.

Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier:

Im Rahmen des Sanierungsmanagements bieten wir den Anwohnern des Quartiers Hilfestellung zur energetischen Sanierung ihrer Immobilie und bei allen Fragen zum Thema Energieeffizienz und Energiesparen im Haushalt.
Außerdem erwarten Sie öffentliche Informationsveranstaltungen zu Schwerpunkttehmen in unserem Energiezentrum.

Ansprechpartner 

Bei allen Fragen zum Projekt oder den Angeboten wenden Sie sich gern an unseren Sanierungsmanager

Herr Till Ehlermann
Tel: 04521/705-490
E-Mail: ehlermann@stadtwerke-eutin.de

 


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